Mo

13

Feb

2012

DRESSUR, WARUM!?

Du findest Dressur langweilig? Du bist der Meinung, dass Dressurreiten nicht wichtig für dich ist, weil du eh viel lieber springst oder nur ausreiten möchtest? Ersetze das Wort Dressur doch mal durch das Wort Gymnastizierung. Das klingt gleich viel freundlicher und sagt auch viel mehr über den Sinn des Dressurreitens aus.

Reiten ist nicht natürlich

Du findest Dressur langweilig? Du bist der Meinung, dass Dressurreiten nicht wichtig für dich ist, weil du eh viel lieber springst oder nur ausreiten möchtest? Ersetze das Wort Dressur doch mal durch das Wort Gymnastizierung. Das klingt gleich viel freundlicher und sagt auch viel mehr über den Sinn des Dressurreitens aus. 

Haflinger-Gymnastik

Dein Hafi ist eigentlich nicht gut dazu geeignet, dich auf seinem Rücken zu tragen. Du kannst seinen Körperbau mit dem eines Menschen vergleichen, der auf allen Vieren kniet. Wenn der Rücken längere Zeit belastet wird, hängt er irgendwann nach unten durch und Rückenschmerzen sind die Folge. Deinem Haflinger geht es ebenso - er bekommt Rückenschmerzen oder verkrampft sich, wenn du ihn reitest, ohne gleichzeitig etwas für seinen Muskelaufbau zu tun. Dressur ist also wichtige Gymnastik für deinen Hafi.

Dressur heißt Kopf runter... oder nicht?

Viele meinen, dass Dressurreiten bedeutet, den Kopf des Pferdes in eine bestimmte Position zu bringen und je nach Klasse bestimmte Lektionen einzustudieren. Aber das ist falsch. Wenn du die Dressur richtig verstehen möchtest, musst du viel über den Körperbau des Haflingers, seine Muskulatur sowie Sinn und Zweck verschiedener Lektionen lernen. Bei der Dressur geht es nämlich nicht darum, den Kopf des Pferdes nach unten zu zwingen, sondern zu erreichen, dass der Rücken sich aufwölbt. Das schaffst du, indem du deinen Hafi anhand der Ausbildungsskala ausbildest.

Reiten mit Köpfchen

Die Ausbildungsskala ist ein System, dass dir bestimmte Richtlinien vorgibt. Wenn du sie verstehst und dich danach richtest, wirst du mit deinem Hafi immer mehr zu einer Einheit verschmelzen – und welcher Haflingerfreund möchte das nicht?Die Ausbildungsskala entwickelte sich aus den Reitvorschriften und Reitlehren bedeutender Reitmeister der vergangenen Jahrhunderte. Die älteste Reitvorschrift stammt bereits aus dem Jahr 400 v. Chr. vom Reitmeister Xenophon. Sie ist also weit über 2000 Jahre alt. Du merkst also, dass die Ausbildungsskala nicht nur irgendeine Modeerscheinung ist, sondern ein Ausbildungssystem, das auf jahrtausendlangen Erfahrungswerten aufbaut.

Die klassische Ausbildungsskala

Unter Takt versteht man das räumliche und zeitliche Gleichmaß in den Bewegungen deines Hafis. Die Schritte sollen also nicht einmal kürzer, einmal länger, mal schneller oder langsamer sein, sondern ganz gleichmäßig und taktrein.


Losgelassenheit  heißt, dass dein Haflinger sowohl körperlich als auch geistig ganz bei der Sache ist. Er sollte sich jederzeit völlig entspannen können, aber auch eine positive Muskelspannung zulassen, wenn es die Lektion erfordert. Es handelt sich also um das Wechselspiel zwischen Muskelan- und Entspannung.


Anlehnung ist die ständige, elastische und feine Verbindung zwischen deiner Hand und dem Maul deines Hafis. Die Anlehnung solltest du nicht mit Kraft erzwingen, sondern zulassen. Biete deinem Haflinger die Hand an. Stimmt die Vorbereitung, wird sich die Anlehnung mit der Zeit immer weiter verbessern.

 

Unter Schwung wird die vermehrte Hinterbeinaktivität eines Haflingers verstanden. Das Bein deines Hafis tritt verstärkt unter, der Rücken schwingt nach vorne-oben durch und die Anlehnung wird spürbar verfeinert, die Bewegung deines Hafis werden insgesamt ausdrucksvoller.


Unter Geraderichten versteht man das hufschlagdeckende Reiten. Dein Haflinger sollte  sowohl auf geraden als auch auf gebogenen Linien  mit den Hinterhufen in die Spur der Vorderhufe oder darüber hinaus treten. Aber nicht daran vorbei.


Versammlung ist neben der Harmonie das höchste Ausbildungsziel. Im Laufe der Ausbildung wird die Hinterhand deines Haflingers so gestärkt, dass er in der Lage ist, vermehrt Last aufzunehmen. Die Vorhand wird entlastet, der Rücken wölbt sich auf. Richtige Versammlung erkennst du daran, dass die Aufrichtung des Halses, mit der Winkelung und Lastaufnahme des Hinterbeins übereinstimmt. 

Schema F gibt es in der Pferdeausbildung nicht

Die Ausbildungsskala ist nicht als starre Regel zu verstehen, sondern soll dir dabei helfen gemeinsam mit deinem Haflinger einen sinnvollen Ausbildungsweg zu beschreiten. Die einzelnen Punkte sowie Phasen der Ausbildungsskala lassen sich nicht trennen, sondern greifen ineinander über.
Bitte bedenke, dass kein Haflinger nach Schema F ausgebildet werden kann. Hafis sind, wie wir Menschen Individuen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Außerdem hat jeder Hafi sein eigenes Lerntempo. 
Nimm dir für jeden Haflinger die Zeit, die er braucht um zu begreifen was du von ihm willst. Lass dich nicht hetzen. Dann macht jeder noch so kleine Fortschritt Spaß. Und Spaß ist es ja schließlich, worum es geht.

GYMNASTIK FÜR'S PFERD

Dein Pferd ist eigentlich nicht gut dazu geeignet, dich auf seinem Rücken zu tragen. Du kannst seinen Körperbau mit dem eines Menschen vergleichen, der auf allen Vieren kniet. Wenn der Rücken längere Zeit belastet wird, hängt er irgendwann nach unten durch und Rückenschmerzen sind die Folge. Deinem Pferd geht es ebenso - es bekommt Rückenschmerzen oder verkrampft sich, wenn du es reitest, ohne gleichzeitig etwas für seinen Muskelaufbau zu tun. Dressur ist also wichtige Gymnastik für deinen Pferd.

DRESSUR HEISST KOPF RUNTER... ODER NICHT?

Viele meinen, dass Dressurreiten bedeutet, den Kopf des Pferdes in eine bestimmte Position zu bringen und je nach Klasse bestimmte Lektionen einzustudieren. Aber das ist falsch. Wenn du die Dressur richtig verstehen möchtest, musst du viel über den Körperbau des Pferdes, seine Muskulatur sowie Sinn und Zweck verschiedener Lektionen lernen. Bei der Dressur geht es nämlich nicht darum, den Kopf des Pferdes nach unten zu zwingen, sondern zu erreichen, dass der Rücken sich aufwölbt. Das schaffst du, indem du deinen Pferd  anhand der Ausbildungsskala ausbildest.

REITEN MIT KÖPFCHEN

So bitte nicht!

Die Ausbildungsskala ist ein System, dass dir bestimmte Richtlinien vorgibt. Wenn du sie verstehst und dich danach richtest, wirst du mit deinem Pferd  immer mehr zu einer Einheit verschmelzen – und welcher Pferdefreund möchte das nicht? Die Ausbildungsskala entwickelte sich aus den Reitvorschriften und Reitlehren bedeutender Reitmeister der vergangenen Jahrhunderte. Die älteste Reitvorschrift stammt bereits aus dem Jahr 400 v. Chr. vom Reitmeister Xenophon. Sie ist also weit über 2000 Jahre alt. Du merkst also, dass die Ausbildungsskala nicht nur irgendeine Modeerscheinung ist, sondern ein Ausbildungssystem, das auf jahrtausendlangen Erfahrungswerten aufbaut.

DIE KLASSISCHE AUSBILDUNGSSKALA

So ist es richtig.

Unter Takt versteht man das räumliche und zeitliche Gleichmaß in den Bewegungen deines Pferdes. Die Schritte sollen also nicht einmal kürzer, einmal länger, mal schneller oder langsamer sein, sondern ganz gleichmäßig und taktrein.


Losgelassenheit  heißt, dass dein Pferd sowohl körperlich als auch geistig ganz bei der Sache ist. Es sollte sich jederzeit völlig entspannen können, aber auch eine positive Muskelspannung zulassen, wenn es die Lektion erfordert. Es handelt sich also um das Wechselspiel zwischen Muskelan- und Entspannung.


Anlehnung ist die ständige, elastische und feine Verbindung zwischen deiner Hand und dem Maul deines Pferdes. Die Anlehnung solltest du nicht mit Kraft erzwingen, sondern zulassen. Biete deinem Pferd  die Hand an. Stimmt die Vorbereitung, wird sich die Anlehnung mit der Zeit immer weiter verbessern.

 

Unter Schwung wird die vermehrte Hinterbeinaktivität eines Pferdes verstanden. Das Hinterbein tritt verstärkt unter, der Rücken schwingt nach vorne-oben durch und die Anlehnung wird spürbar verfeinert, die Bewegung deines Pferdes werden insgesamt ausdrucksvoller.


Unter Geraderichten versteht man das hufschlagdeckende Reiten. Dein Pferd sollte sowohl auf geraden als auch auf gebogenen Linien mit den Hinterhufen in die Spur der Vorderhufe oder darüber hinaus treten (aber nicht daran vorbei).


Versammlung ist neben der Harmonie das höchste Ausbildungsziel. Im Laufe der Ausbildung wird die Hinterhand deines Pferdes so gestärkt, dass sie in der Lage ist, vermehrt Last aufzunehmen. Die Vorhand wird entlastet, der Rücken wölbt sich auf. Richtige Versammlung erkennst du daran, dass die Aufrichtung des Halses, mit der Winkelung und Lastaufnahme des Hinterbeins übereinstimmt. 

SCHEMA F GIBT ES NICHT

Die Ausbildungsskala ist nicht als starre Regel zu verstehen, sondern soll dir dabei helfen gemeinsam mit deinem Pferd einen sinnvollen Ausbildungsweg zu beschreiten. Die einzelnen Punkte sowie Phasen der Ausbildungsskala lassen sich nicht trennen, sondern greifen ineinander über.
Bitte bedenke, dass kein Pferd  nach Schema F ausgebildet werden kann. Pferde sind, wie wir Menschen Individuen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Außerdem hat jedes Pferd sein eigenes Lerntempo. 
Nimm dir für jedes Pferd die Zeit, die es braucht um zu begreifen was du von ihm willst. Lass dich nicht hetzen. Dann macht jeder noch so kleine Fortschritt Spaß. Und Spaß ist es ja schließlich, worum es geht.

 

 

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Kommentare: 1

  • #1

    Lotta (Mittwoch, 29 Februar 2012 17:20)

    Danke, dass mal jemand erzähl, wie es richtig geht :-)

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